Berichte 2016

Bergwald (01. September - 04. September)

Bergwaldaktion 2016
Eine Traditionsfreizeit der Evangelischen Jugend im Donaudekanat Regensburg seit 1995!!!

Schon seit dem Jahr 1995, also zum 22. Mal, starteten Jugendliche und junge Erwachsene zur „Bergwaldaktion“ nach Bayrischzell. Mittlerweile sind es Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Bayern und darüber hinaus, die an den vier Tagen kurz vor Ende der Sommerferien, nicht nur über Umweltschutz reden, sondern einen konkreten Beitrag zum Erhalt des bedrohten Bergwaldes leisten.

In Zusammenarbeit mit der Kirchlichen Umweltberatung unter der Leitung von Diakon Hans Köhler und Diakonin Theresa Kosog startete die Evangelische Jugend mit insgesamt 19 Personen zur diesjährigen Aktion. Die Gruppe war in der „Nessler-Hütte“, einer Schutzhütte des Forstamtes Bayrischzell, untergebracht.

Während in den letzten Jahren häufig junge Bäumchen gepflanzt wurden, legten die Jugendlichen in diesem Jahr einen neuen Steig an. Solche schmalen Wege in den Bergen sind für die Begehung der Waldgebiete äußerst wichtig. Nur auf gut begehbaren Wegen können Förster und Jäger den Bestand regelmäßig überprüfen und pflegen. Ebenso werden die Steige für die Jagd oder auch für neue Pflanzaktionen notwendig gebraucht.

Die Gruppe wurde vom „Fachmann vor Ort“, Forstamtsleiter Rudolf Kornder, begleitet. Er zeigte den jungen Leuten, wie richtig mit den Werkzeugen zum Beispiel der „Wiedehopf-Hacke“ umgegangen wird. Neben dem Steigbau war die Gruppe auch damit beschäftigt, Sträucher auszuschneiden und Brennholz an den Hütten für den Winter zu stapeln.

Für manche Jugendliche war der Einsatz im Bergwald ungewohnt. Schon der Weg den Berg hinauf war für den ein oder anderen eine echte Herausforderung und dann noch die körperliche Arbeit! Kein Wunder, dass bei einigen schon nach dem ersten Arbeitstag Blasen an Händen und Füßen zu finden waren. Viel wichtiger war aber auch in diesem Jahr wieder das Bewusstsein, etwas Sinnvolles für die „Bewahrung der Schöpfung“ getan zu haben. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, wenn man nach getaner Arbeit auf dem Steig zurückgehen kann an dem man selbst mitgebaut hat oder wenn Teilnehmer früherer Jahre sehen, wie die Pflanzen, die sie selbst eingepflanzt haben, inzwischen gewachsen sind. Auch Mohammad, einem Flüchtling aus Syrien, hat es viel Spaß gemacht bei unserer Gruppe dabei zu sein.

Neben der Arbeit im Wald dienen gemütliche Hüttenabende der Entspannung aber auch der weiteren Information über die Problematik des bedrohten Bergwaldes. Hierzu wurde die Gruppe in diesem Jahr über die Probleme des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf die Wälder von Herrn Waas, ebenfalls einem Fachmann aus der Forstwirtschaft, informiert. Gemeinsames Kochen, Spiele und Musik, Andachten, ein Besuch im Erlebnisbad in Schliersee – und dann, natürlich der Umwelt zuliebe – ging es am Sonntagnachmittag wieder mit dem Zug zurück nach Hause. Der Termin für das nächste Jahr steht – wieder am ersten Wochenende im September 2017, schon fest – es gibt noch viel zu tun!

von Diakon Hans Köhler, Kirchliche Umweltberatung

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