Gedanken zum 2. Advent

Regensburger Weihnachtsmarkt

Wenn abends ein dunkler Himmel vergisst,
dass sein Bruder im Streit mit der Sonne,
traurig träge, vergesslich der Wonne
voll grauer Nebelpfützen ist,
dann erinner ich mich an all die Stunden
in denen ich hier Freude gefunden,
in dieser kalten Jahreszeit.

Der warme Duft, den ich hier schmecke,
der zu mir schwallt aus jeder Ecke,
bläht mir meine Nase breit.
Zwischen alten, runden Wänden,
auf diesem nassen Pflasterstein,
reib ich meine kalten Hände,
in Pfützen glitzert Straßenschein.

So throne ich auf beiden Beinen,
die mich tragen durch die Stadt.
Seh mich an den hundert kleinen,
großen, bunten Lichtern satt.

Die engen Gassen, weiten Plätze,
bergen kleine, große Schätze.
Der größte ist für mich allein,
Hier und jetzt mit euch zu sein.

 

Jannick Tröbs, FSJler bei der Evangelischen Jugend