»Wir zaubern uns eine neue KiKK«
Strukturreform der Evangelischen Jugend in den Bezirken Oberpfalz und Niederbayern nimmt eine neue, bunte Gestalt an.
Im Jugendhaus Knappenberg trafen sich Mitte März Delegierte aus den Dekanatsjugenden des (ehemaligen) Kirchenkreises Regensburg zu intensiven Arbeitstagen über die Zukunft ihrer Verbandsstrukturen.
Nicht Schema F, sondern Lebendigkeit und Vielfalt: Mit Lego-Steinen, Seilen, Spiegeln und Bauklötzen bauten die Teilnehmenden am Freitagabend zunächst ein gemeinsames Modell dessen, was sie unter dem gemeinsamen WIR verstehen. Die Materialien standen symbolisch für die bunte Vielfalt in der Evangelischen Jugend in Bayern: stabile Verbindungen wie robuste Steine, zarte Fäden, die neu geknüpft werden können, und ein großes Seil als schützender Raum für unterschiedliche Perspektiven.



Hanna Kaus aus der EJ Landshut deutet das Bauwerk so: »Wir sind, auch wenn wir teilweise ziemlich lange Fahrtwege haben und ziemlich weit verbreitet sind, doch auf ganz unterschiedlichen Wegen miteinander verbunden – egal ob über feste Steine, dünne Fäden oder neue Verbindungen, die erst noch wachsen dürfen.«
Am Samstagvormittag arbeiteten die Delegierten in Kleingruppen an zentralen Fragen der PARTIZIPATION: Wie sieht eine Konferenz aus, die wirklich alle einbezieht? Was braucht es an Vorbereitung? Wie können Hauptberufliche und Ehrenamtliche besser zusammenwirken – bei gleichzeitig weniger Ressourcen? Der ejb-Prozess bildet dafür die Grundlage; seine zukünftige, neue Ordnung auf Bezirksebene muss nun mit Leben gefüllt werden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Ebene der KOMMUNIKATION. Mit der Spinnennetz-Übung erlebten die Teilnehmenden unmittelbar, wie wichtig klare Absprachen sind. Anschließend pitchten mehrere Kleingruppen ihre Visionen: für Konferenzformate, Vorbereitungsteams und Formen der EA-/HB-Beteiligung. Mittels Klebepunkten wurde abgestimmt, welche Optionen bis zur Herbstkonferenz weiter ausgearbeitet werden sollen.



»Jede und jeder kommt so, wie er ist. Und genau das macht uns aus«, fasste eine Teilnehmerin die Grundhaltung zusammen, die auf dem Knappenberg spürbar war. Es geht nicht um Optimierung nach Lehrbuch, sondern um eine Kultur, in der unterschiedliche Rollen, Generationen und Perspektiven tatsächlich etwas zählen. Und damit geht es in die Vorbereitung einer der letzten Konferenzen im bisherigen Kirchenkreis: Auf der Herbstkonferenz werden Erlebnis und Pädagogik im Vordergrund stehen, gleichzeitig wird sich der letzte Geschäftsteil der bestehenden Kirchenkreiskonferenz der Umsetzung der neuen Struktur widmen.
Der neue Name für das Nachfolgeformat in Niederbayern und der Oberpfalz scheint schon gefunden – ejb-typisch mit neuer Abkürzung: BeKo, die Bezirkskonferenz.
Wir freuen uns drauf!
Bilder und Bericht von Diakon Tobias Bernhard
Mitarbeitender in der Geschäftsstelle der Evangelischen Jugend in Bayern
